Dresden
Der prachtvolle Bau der Semperoper ist nur eines der kulturellen Wahrzeichen, mit denen sich die barocke Altstadt von Dresden schmücken kann, und welche als ehemalige Hofoper eine lange Musiktradition pflegt. Als das Haus Anfang März die neue Saison 2020/21 präsentierte, entzog sich uns allen die mittlerweile erlebte Realität jeglicher Vorstellungskraft. Angekündigt waren fünf spannende Premieren, von denen Rossinis „Guillaume Tell“ den Anfang machen sollte. Die Spielzeit-Premiere übernimmt coronabedingt nun eine neue „Zauberflöte“ aus der Hand Josef E. Köpplingers, gefolgt von Monteverdis „L’Orfeo“ in Originalfassung, Strauss‘ „Capriccio“ mit der wunderbaren Krassimira Stoyanova als Gräfin und zum Abschluss Puccinis „Turandot“.

Stimmungsvolle Konzerte finden nur ein paar Schritte entfernt auch im wunderschönen Kuppelbau der Frauenkirche sowie im schlichten, aber mit hervorragender Akustik ausgezeichneten Konzertsaal des Kulturpalastes, Heimatstätte der Dresdner Philharmonie statt.

Alle drei Spielstätten befinden sich im Herzen Dresdens, welches dank umfassendem Wiederaufbau seine Besucher erneut als Gesamtkunstwerk fasziniert. Ob der im barocken Stil rekonstruierte Neumarkt, der über 100 Meter lange Fürstenzug aus Meißner Porzellanfliesen oder der Dresdener Zwinger – diese und viele Sehenswürdigkeiten mehr lassen jeden Besucher bis heute auf den Spuren August des Starken und dessen Hofarchitekten Matthäus Daniel Pöppelmann wandeln.

14.01.2021
Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus hat die Schließung der Sächsischen Staatstheater Dresden pandemiebedingt bis einschließlich 31. März 2021 bekannt gegeben.
Die für die restliche Spielzeit 2020/21 bereits angekündigten Vorstellungen in der Semperoper werden abgesagt, durch einen Ersatzspielplan ersetzt und voraussichtlich zum 1. April 2021 bekannt gegbeben. Inwieweit geplante Premieren und Vorstellungen in den Ersatzspielplan aufgenommen werden können, entscheidet sich in den nächsten Wochen.