von Sonntag 31. März bis Mittwoch 3. April 2024, 3 Nächte
Arrangement 26, Ostern
Elektra
R. Strauss
Mit „Elektra“ stellt der Münchner Richard Strauss (1864-1949) nach „Salome“ wiederum eine nach Rache dürstende Frau in den Mittelpunkt seines Einakters. Hatte der Komponist zunächst Zweifel ob einer zu inhaltlichen Nähe dieser beiden Werke, konnte Librettist und Dichter Hugo von Hofmannsthal Strauss‘ Bedenken zerschlagen. Die Oper feierte 1909 in der Dresdner Hofoper ihre Uraufführung.
Elektra kann ihrer Mutter Klytämnestra nicht verzeihen, dass diese mit ihrem Geliebten Aegisth ihren Vater Agamemnon tötete. Heimlich hat sie ihren Bruder Orest bei einem Pfleger untergebracht, der diesen zum Rächer erziehen soll, da Elektra selbst zu schwach ist, den Mord zu sühnen. So lebt Elektra in Erwartung auf Orests Rückkehr mit ihrer Schwester bei der Mutter und derem Geliebten. Unterdessen plagen Klytämnestra Albträume, von der sie sich ausgerechnet durch Elektra Linderung erhofft. Doch diese spricht unumwunden aus, nur ihr Tod könne ihr die Träume nehmen. Als die Nachricht von Orests Tod am Hofe eintrifft, ist Klytämnestra erleichtert, Elektra am Boden zerstört. Sie plant, die Rache nun selbst mit Hilfe ihrer Schwester vorzunehmen, doch diese lehnt ab. Als ein Unbekannter den Hof betritt, erkennt Elektra darin ihren Bruder, die Todesnachricht war ein Ablenkungsmanöver. Orest sühnt den Tod des Vaters, Elektra feiert dies ekstatisch, bis sie tot zusammenbricht.
Elektra, R. Strauss, am 1., 17.00 Uhr
Marc Albrecht - Barbara Frey
Lise Lindstrom, Doris Soffel, Vida Mikneviciute, Christof Fischesser, Jürgen Müller
Semperoper
Die Frau ohne Schatten
R. Strauss
Mit „Die Frau ohne Schatten“ schuf Richard Strauss (1864-1949) seine einzige in der Märchenwelt verankerte Oper. Im Jahr 1919 unter den Eindrücken des 1. Weltkrieges entstanden versinnbildlicht die Oper Menschlichkeit – und wirft mit ihrer tiefgreifenden Symbolik gleichzeitig zahlreiche Rätsel auf.
Der Kaiser erbeutet auf der Jagd eine Feentochter und vermählt sich mit ihr. Diesen Ehebund verbindet der Bann, dass die Feentochter menschlich werden muss: die Fähigkeit zu gewinnen, einen Schatten zu werfen – eine Mutter zu werden. Andernfalls müsse die Kaiserin ins Geisterreich und der Kaiser zu Stein erstarren. Doch auch kurz vor Ablauf der Frist wirft die Kaiserin noch immer keinen Schatten. Mithilfe ihrer manipulativen Amme versucht die Kaiserin, einer verheirateten, jedoch gewollt kinderlosen Färberin deren Schatten abzuhandeln. Zwar lässt sich die Färberin zunächst darauf ein, doch kurz vor Ende der Frist zeigt sich, dass nicht nur die Kaiserin und ihr Mann, sondern auch das Färberehepaar sich tugendhaften Prüfungen stellen muss. Der Färber, die Färberin und der Kaiser können ihre Tugend bewahren. Als die Kaiserin in der letzten Prüfung den angebotenen Schatten der Färberin ablehnt, da sie nicht eines anderes Paares Glück zerstören möchte, erreicht sie wahre Menschlichkeit und der Bann ist gebrochen.
Die Frau ohne Schatten, R. Strauss, am 2., Neuproduktion, 17.00 Uhr
Christian Thielemann
Christian Thielemann zählt seit vielen Jahren zu den großen deutschen Dirigenten unserer Zeit. Geboren 1959 im damaligen West-Berlin, begann er seine berufliche Laufbahn in seiner Geburtsstadt an der Deutschen Oper unter keinem geringeneren als Herbert von Karajan (1908-1989). Über verschiedene Stationen u. a. in Karlsruhe und Düsseldorf wechselte er 1988 als – damals jüngster Generalmusikdirektor – nach Nürnberg. Neun Jahre später kehrte Thielemann zurück nach Berlin an die Deutsche Oper, leitete anschließend von 2004 bis 2011 die Münchner Philharmoniker, jeweils ebenfalls in den Positionen des Generalmusikdirektors. Seit 2010 wirkt Thielemann bei den Bayreuther Festspielen mit. 2015 wurde er dort zum Musikdirektor ernannt. In der Spielzeit 2012/13 wechselte er nach Dresden zur Sächsischen Staatskapelle und übernahm zusätzlich 2013 die Position des Künstlerischen Leiters bei den Salzburger Osterfestspielen. Eine enge Bindung pflegt Christian Thielemann zu den Berliner und Wiener Philharmonikern.
Für seine Leistungen erhielt Thielemann zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen, darunter seine Ehrendoktorwürde der Hochschule für Musik »Franz Liszt« Weimar, den Richard-Wagner-Preis, den Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper sowie seine Ehrenmitgliedschaft an der Royal Academy of Music in London und der Gustav Mahler Vereinigung Hamburg.
Christian Thielemann - David Bösch
Camilla Nylund
Wenn man die großen Stimmen unserer Zeit im klassisch-romantischen Repertoire aufzählt, darf die Finnin Camilla Nylund (*1968) nicht fehlen. Nach Festengagements in Hannover und Dresden wird die in Vaasa geborene Sopranistin weltweit vor allem für ihre (Titel-)Partien in Werken von Richard Wagner und Richard Strauss gefeiert: Elisabeth – mit dieser Tannhäuser-Rolle gab sie 2011 ihr Bayreuther Festspiel-Debüt –, Elsa, Sieglinde, Arabella, Ariadne oder Salome zählen unter anderem zu ihrem Repertoire, welche sie inzwischen nach Wien, New York, Mailand, München, Berlin, Salzburg oder Zürich geführt haben.
In Anerkennung ihrer künstlerischen Leistung erhielt Nylund nationale und internationale Auszeichnungen, darunter die Ernennung zur Sächsischen Kammersängerin im Jahr 2008, die Pro Finlandia Medaille (2013), den finnischen Staatspreis für Musik 2019 sowie im gleichen Jahr die Ernennung zur Österreichischen Kammersängerin.
Camilla Nylund, Evelyn Herlitzius, Eric Cutler, N.N.
Semperoper



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