Salzburg
Sommerfestspiele
(modifiziertes Programm)

In diesem Jahr ist bekanntlich alles anders - aber die Salzburger Festspiele stemmen sich gegen den kulturellen Kahlschlag und haben ein modifiziertes, sehr beachtliches Programm auf die Beine gestellt. Durch die angekündigten Lockerungen ab 1. August ist es möglich, das Jubiläumsjahr vom 1. bis 30. August doch statt finden zu lassen.

Das ursprüngliche Motto, das die großen sozialen Fragen der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft - Gemeinschaft, radikaler Individualismus und die Hoffnung einer veränderbaren Welt durch eine neue Menschlichkeit - beleuchten sollte, hat auch in Corona-Zeiten nichts an Aktualität verloren.

Der zum Inventar gehörende „Jedermann“ wird ebenso wenig fehlen wie Konzerte mit den Wiener und Berliner Philharmonikern, mit dem Mozarteumorchester und ein Gastkonzert mit dem West-Eastern Divan Orchestra. Durchaus als Überraschung darf die Neuproduktion der „Elektra“ gewertet werden, die in der Felsenreitschule mit großem Orchesterapparat trotz aller Widrigkeiten inszeniert wird: „Ich war ein schwarzer Leichnam unter Lebenden, und diese Stunde bin ich das Feuer des Lebens, und meine Flamme verbrennt die Finsternis der Welt.“
Als zweite Oper steht „Così fan tutte“ unter der musikalischen Leitung von Joana Mallwitz. Es sollte im Jahr 2020 nichts Besonderes darstellen, wenn eine Frau die Leitung der Wiener Philharmoniker übernimmt - es ist es aber.

Lassen Sie sich auch in diesem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Sommer auf die besondere, berührende und doch in gewisser Hinsicht einzigartige Atmosphäre dieser Festspiele ein. Mit ziemlicher Sicherheit werden Sie trotz ungewohnten Einschränkungen einen unvergesslichen Aufenthalt an der Salzach erleben. Die österreichische Gastlichkeit wird dazu ihr Möglichstes Tun, Ihnen erholsame Tage zu bereiten.


Mozartwoche
Freuen Sie sich auf hochkarätigen Musikgenuss und erleben Sie den zauberhaften Reiz eines winterlichen Salzburgs vor schneebedeckter Gipfelkulisse!
Wie immer huldigt die Stadt Ende Januar ihrem berühmtesten Sohn und treffender als Intendant Rolando Villazón es beschreibt, kann man 2021 nicht an die Salzach locken: „Der Vulkan von Musik, Tanz und Bühne steht kurz vor dem Ausbruch. Möge das Feuer aus seinem Inneren uns umfangen, möge es bunte Federn aus unserer Haut sprießen lassen, damit wir zu glücklichen, lebendigen Papageien werden, die quer über die feurigen Landschaften des Wolfgang Amadé Mozart, musico drammatico, hin- und herfliegen können. Ich kann es kaum erwarten!“