Montag 23. bis Donnerstag 26. August 2021, 3 Nächte 
Arrangement 27
Elektra
R. Strauss
Mit „Elektra“ stellt der Münchner Richard Strauss (1864-1949) nach „Salome“ wiederum eine nach Rache dürstende Frau in den Mittelpunkt seines Einakters. Hatte der Komponist zunächst Zweifel ob einer zu inhaltlichen Nähe dieser beiden Werke, konnte Librettist und Dichter Hugo von Hofmannsthal Strauss‘ Bedenken zerschlagen. Die Oper feierte 1909 in der Dresdner Hofoper ihre Uraufführung.
Elektra kann ihrer Mutter Klytämnestra nicht verzeihen, dass diese mit ihrem Geliebten Aegisth ihren Vater Agamemnon tötete. Heimlich hat sie ihren Bruder Orest bei einem Pfleger untergebracht, der diesen zum Rächer erziehen soll, da Elektra selbst zu schwach ist, den Mord zu sühnen. So lebt Elektra in Erwartung auf Orests Rückkehr mit ihrer Schwester bei der Mutter und derem Geliebten. Unterdessen plagen Klytämnestra Albträume, von der sie sich ausgerechnet durch Elektra Linderung erhofft. Doch diese spricht unumwunden aus, nur ihr Tod könne ihr die Träume nehmen. Als die Nachricht von Orests Tod am Hofe eintrifft, ist Klytämnestra erleichtert, Elektra am Boden zerstört. Sie plant, die Rache nun selbst mit Hilfe ihrer Schwester vorzunehmen, doch diese lehnt ab. Als ein Unbekannter den Hof betritt, erkennt Elektra darin ihren Bruder, die Todesnachricht war ein Ablenkungsmanöver. Orest sühnt den Tod des Vaters, Elektra feiert dies ekstatisch, bis sie tot zusammenbricht.
Elektra, R. Strauss, am 23., 20.00 Uhr
Franz Welser-Möst
Der 1960 in Linz geborene Maestro Franz Welser-Möst ist inzwischen seit fast 20 Jahren in den USA als Chefdirigent und Musikdirektor des Cleveland Orchestra tätig. Seine Heimatverbundenheit zum schönen (Ober-)Österreich hat er indes nie verloren. Und so ist macht er sowohl mit seinem Orchester auf den Welttourneen Halt in Österreich, aber ihn verbindet ebenso eine enge Partnerschaft mit den Wiener Philharmonikern. Mit ihnen tritt er weltweit auf, u. a. beim legendären Neujahreskonzert im Wiener Musikverein. Darüber hinaus ist er bei den traditionsreichen Salzburger Festspielen Sommer für Sommer zu Gast – im Gepäck Konzertrepertoire wie spannungsgeladene Opernliteratur. Für großes Aufsehen sorgte etwa 2018 die Aufführung von Strauss` „Salome“ mit einer grandiosen Asmik Grigorian.
Intimere Einblicke über seinen eigenen, mitunter holprigen Lebens- und Dirigentenweg, über Natur und Seele, in dem auch Kritik an der teils „verheizenden“ Klassikszene geübt wird, veröffentlichte Welser-Möst zu seinem 60. Geburtstag in seinem Buch „Als ich die Stille fand“.
Franz Welser-Möst - Krzysztof Warlikowski
Ausrine Stundyte
Die aus Vilnius stammende Sopranistin Aušrine Stundyte (*1976) begann ihr Gesangstudium in ihrer Heimatstadt an der Litauischen Musikakademie und führte dieses später in der traditionsreichen Musikstadt Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater fort. Erste Engagements hatte die Opern- und Konzertsängerin an den Bühnen in Leipzig, Köln und Lübeck, Gastauftritte führten sie unter anderem nach Lissabon und Palermo. Es folgten Auftritte an den Opernhäusern in Amsterdam, Berlin, Madrid, München, Lyon, Wien, Zürich sowie bei den Festspielen Aix-en-Provence, St. Gallen, Salzburg und Savonlinna.
Stundytes breites Rollenrepertoire umfasst dabei neben Opernklassikern aus der Feder von Giacomo Puccini (Tosca, Manon Lescaut) und Giuseppe Verdi (Elisabeth in „Don Carlos“, Amelia in „Un ballo in maschera“, Desdemona in „Otello“) auch moderne Opernliteratur, etwa von Béla Bartók (Judith in „Blaubarts Burg“) und Erich W. Korngold (Marietta in „Die tote Stadt“).
Unter der Leitung von Franz Welser-Möst wird die Sopranistin bei den diesjährigen Salzburger Festspielen erneut die Titelpartie der Elektra singen, mit deren Darstellung sie 2020 in Salzburg erfolgreich debütierte.
Ausrine Stundyte, Tanja Ariane Baumgartner,
Asmik Grigorian
Die Sopranistin aus der litauischen Hauptstadt Vilnius ist spätestens seit ihrer aufsehenerregenden Titelpartie der Salome bei den Salzburger Sommerfestspielen 2018 auch dem breiten Publikum bestens bekannt. In der packenden Neuproduktion von Romeo Castellucci unter dem Dirigat Franz Welser-Mösts brillierte die 1981 geborene Asmik Grigorian und verzauberte Kritiker wie Publikum mit ihrer betörenden Stimme sowie ihrer ausdrucksstarken Bühnenpräsenz gleichermaßen. Für ihre Darstellung wurde die Tochter eines Sängerehepaares mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis als „Beste weibliche Hauptrolle“ ausgezeichnet.
Es mag scheinen, als wäre der „Star-Erfolg“ für Grigorian quasi über Nacht gekommen, doch die nachfolgenden Bühnen-Stationen standen davor bereits fest: In der Spielzeit 2018/2019 gab sie ihr erfolgreiches Haus- und Rollendebut an der Mailänder Scala als Marietta (Die tote Stadt). Alle namhaften Opernhäuser dürfen sich zukünftig auf diese großartige Stimme freuen.
Asmik Grigorian, Christopher Maltman, Michael Laurenz
Felsenreitschule
Tosca
G. Puccini
„Tosca“ wurde am 14. Januar 1900 am Teatro Costanzi, dem heutigen Teatro dell’Opera di Roma uraufgeführt, symbolträchtig am Ort des Geschehens. Der Abend war ein gesellschaftliches Großereignis und neben Premierminister und der Königin waren auch die Komponisten Pietro Mascagni und Francesco Cilea anwesend. Mit seiner „Tosca“ betrat Giacomo Puccini (1858-1924) ein neues Jahrhundert und bekannte sich durch stark theatralische, auf Effekt bedachte Szenen mit ihr zur veristischen Oper einserseits als auch zur tragisch-heroischen Grand-Opéra andererseits.
Nachdem der Komponist das gleichnamige Drama von Victorien Sardous gesehen hatte, das mit Sarah Bernhardt in der Hauptrolle ein riesiger internationer Erfolg war, bemühte er sich bei Sardou erfolgreich um die Rechte für die Erstellung eines Librettos. Die Fülle der musikalischen Einfälle (mehr als 60 Themen treten leitmotivisch auf) und die atemlose Abfolge von Ereignissen sind wesentlich für die ungeheure Spannung und Dramatik der Oper verantwortlich. Durch die Fokussierung auf die Hauptperson gilt das Werk als “Primadonnenoper” schlechthin. Obwohl immer wieder vermutet wurde, dass hinter der Tosca eine historische Figur steht, so sind Personen und Handlung frei erfunden.
Der Hintergrund, vor dem sich die Handlung entspinnt, ist mit dem Zweiten Koalitionskrieg und der Schlacht bei Marengo im Jahr 1800 zwischen französischen und österreichischen Truppen allerdings historisch bestimmt. Napoleons vermeintliche Niederlage und sein dann doch abschließender Sieg über die Koalitionstruppen werden im 1. sowie im 2. Akt der Oper vermeldet.
Heute gehört „Tosca“ zu den beliebtesten und meist gespielten Opern überhaupt.
Tosca, G. Puccini, am 24., Neuproduktion
Marco Armiliato - Michael Sturminger
Anna Netrebko
Anna Netrebko, 1971 im russischen Krasnodar geboren, studierte Gesang am Konservatorium von St. Petersburg und bei Renata Scotto. Sie gilt als die beste und berühmteste Sopranistin unserer Zeit - zu Beginn ihrer Karriere auch als Popstar der Klassikszene, obwohl sie sich ausschließlich der klassischen Musik widmet. Ihre Vorstellungen sind allesamt ein (mediales) Ereignis und stets restlos ausverkauft. Anna Netrebko gastiert regelmäßig an der Metropolitan Opera in New York, der San Francisco Opera, der Lyric Opera of Chicago, dem Royal Opera House Covent Garden in London, dem Teatro alla Scala in Mailand, der Opéra national de Paris, der Wiener und der Berliner Staatsoper und am Opernhaus Zürich sowie bei den Salzburger Festspielen. Dort feierte sie 2002 als Donna Anna in Don Giovanni unter dem Dirigenten Nikolaus Harnoncourt ihren endgültigen internationalen Durchbruch.
Zu ihrem Repertoire gehören Partien wie Violetta Valéry (La traviata), Maddalena di Coigny (Andrea Chénier), Lady Macbeth (Macbeth), Leonora (Il trovatore), Tatjana (Eugen Onegin), Elsa (Lohengrin) sowie die Titelpartien in Tosca, Aida, Lucia di Lammermoor, Adriana Lecouvreur und Manon Lescaut. Zahlreiche DVDs und CDs belegen ihre enorme Popularität und Strahlkraft als begnadete Sängerin. Ihre Liederabende und Auftritte werden von Kritikern und Publikum gleichermaßen als Sternstunden erlebt und mit frenetischem Applaus bedacht.
2006 erhielt sie zusätzlich die österreichische Staatsbürgerschaft. Anna Netrebko hat einen Sohn aus der Partnerschaft mit dem Bassbariton Erwin Schrott und ist aktuell mit dem Tenor Yusif Eyvazov verheiratet.
Anna Netrebko, Yusif Eyvazov,
Ludovic Tézier
Der Bariton Ludovic Tézier begann seine Bühnenkarriere an den Opern von Luzern und Lyon. Er zählt heute zu den Besten seines Faches und wurde für seine Leistung mit dem Titel des Chevalier de l’ordre des arts et des lettres geadelt.
Tézier ist seit fast 20 Jahren auf allen großen Bühnen der Musikwelt zu Gast, von der Metropolitan Opera in New York, über die Bayerische Staatsoper und die Salzburger Festspiele bis zum Teatro alla Scala in Mailand.
Sein erfolgreiches Debut am Covent Garden gab der 1968 in Marseille geborene Tézier 2004 in der Rolle des Albert (Werther), seither kehrt er immer wieder an das königliche Opernhaus zurück. Zuletzt war der Bariton 2019 in London in der hochkarätig besetzten und von Kritikern wie Publikum bejubelten Produktion von Giuseppe Verdis La forza del destino zu erleben: Dort begeisterte Tézier mit seiner packendend-düsteren Darstellung des Don Carlo an der Seite seiner Co-Stars Anna Netrebko (Leonora) und Jonas Kaufmann (Don Alvaro).
Ludovic Tézier
Großes Festspielhaus
Solistenkonzert Christian Gerhaher & Friends
Der charismatische Bariton Christian Gerhaher (*1969) hat sich dem Lied verschrieben – und bildet mit seinem festen Liedpartner, dem Pianisten Gerold Huber, bereits seit fast drei Jahrzehnten ein erfolgreiches und im Klang unverwechselbares Lied-Duo. In sämtlichen renommierten Konzertsälen von Europa bis Amerika verzaubern die beiden Künstler mit ihrem vertrauten Zusammenspiel das Publikum mit ihren gefühlvollen Liedinterpretationen. Im Fokus stehen dabei auf der Bühne wie auch in den zahlreichen CD-Einspielungen das umfangreiche Liedschaffen Gustav Mahlers, Robert Schumanns und Franz Schuberts.
Neben den kammermusikalischen Kunstliederabenden ist der gebürtige Straubinger mit einem abgeschlossenen Medizinstudium regelmäßig auch auf den großen Konzert-, Festival- und Opernbühnen dieser Welt zu Hause. Dort arbeitet der in München lebende Sänger mit Spitzenorchestern und allen namhaften Dirigenten unserer Zeit zusammen.
Solistenkonzert Christian Gerhaher & Friends, am 25.
Werke von O. Schœck, A. Schönberg und H. Berlioz
Mezzosopran: Isabelle Faust, Anne Katharina Schreiber, Timothy Ridout, Danusha Waskiewicz, Jean-Guihen Queyras, Christian Poltéra
Haus für Mozart



Hotelinformationen für Salzburg 27
Salzburg, Goldener HirschSalzburg, Goldener Hirsch
Goldener Hirsch *****
Das berühmte wie beliebte Luxushotel Goldener Hirsch ***** darf man als österreichische Institution bezeichnen. Die ehemalige Herberge aus dem Mittelalter, 2019 umfassend und liebevoll renoviert, vereint auf ganz besondere Art Komfort mit echter Gastlichkeit. Durch die ideale Lage gegenüber dem Festspielhaus ist das Hotel mit seinen 70 Zimmern während der Festspielwochen traditioneller Treffpunkt für Musikliebhaber aus aller Welt.
Salzburg, Sacher SalzburgSalzburg, Sacher Salzburg
Sacher Salzburg *****
Das Sacher Salzburg ***** steht als Inbegriff für die Verschmelzung von Tradition und modernem luxuriösen Komfort und liegt zentral am Ufer der Salzach. Das privat geführte Haus verbindet auf angenehmste Weise Eleganz mit österreichischem Charme. Für Sie sind Zimmer der Deluxe-Kategorie reserviert. Von der Terrasse des „Sacher Grill“ genießen Sie bei feiner Küche einen wunderschönen Blick auf die Salzach. Zum Festspielbezirk sind es ca. zehn Gehminuten.
Salzburg, Sheraton Grand SalzburgSalzburg, Sheraton Grand Salzburg
Sheraton Grand Salzburg *****
Das Sheraton Grand Salzburg ***** besticht durch zentrale, doch ruhige Lage sowie durch die einfühlsame architektonische Anpassung an das Landschaftsbild von Kurpark und Mirabellgarten. 166 großzügige und geschmackvoll eingerichtete Zimmer und Suiten stehen Ihnen zur Verfügung. Sehr zuvorkommender, persönlicher Service ist seit jeher das Aushängeschild dieses angenehmen Hauses. Zum Festspielbezirk kann ein Shuttle-Service angeboten werden.
Salzburg, AuerspergSalzburg, Auersperg
Auersperg ****
In dem in dritter Generation privat geführten Hotel Auersperg **** bildet die Kombination von Geschichte und Gegenwart eine gelungene Alternative zu den Luxushotels der Stadt. Das Hotel ist Mitglied der Vereinigung „Schlosshotels & Herrenhäuser“ und liegt ruhig doch sehr zentral am Beginn der Fußgängerzone Linzergasse. Das Frühstück ist liebevoll mit regionalen Bioprodukten bestückt. Geschätzt wird der persönliche Service, das familiäre Ambiente und der hoteleigene Garten als Oase der Erholung.
Salzburg, Die Gersberg AlmSalzburg, Die Gersberg Alm
Die Gersberg Alm ****
Ruhe und viel Natur finden Sie im sehr persönlich geführten Romantik Hotel Die Gersberg Alm ****, von dem Sie auf die Festung Salzburg hinunter blicken. Das Hotel verfügt über 40 individuelle und liebevoll eingerichtete Zimmer, teilweise mit Balkon. Das Restaurant mit gemütlichen Stuben verwöhnt Sie auch noch nach den Abendvorstellungen mit einer kleinen, aber feinen Karte. Entspannen Sie tagsüber auf der sonnigen Terrasse, im Garten oder am Pool.
Die Innenstadt erreichen Sie in ca. 15 Autominuten. Gerne reservieren wir Ihnen Ihre Festspieltransfers.



Pauschalpreis pro Person für Salzburg 27
EZ-Zuschlag/ Nacht
Goldener Hirsch
3.840,- Euro
100-390,- Euro
Sacher Salzburg
3.990,- Euro
100-330,- Euro
Sheraton Grand Salzburg
3.280,- Euro
100-200,- Euro
Auersperg
2.770,- Euro
90-130,- Euro
Die Gersberg Alm
2.690,- Euro
40-150,- Euro



Im Pauschalpreis inkludiert
Übernachtungen im Doppelzimmer inkl. Frühstück, gute Eintrittskarten, Förderergebühren, Reiserücktrittskosten-/ Insolvenzversicherung.